, Tschanz Stefan

Knabenschiessen 2025, 14. & 15. September 2025 

Warum sitzen 35 Baselbieterinnen und Baselbieter und 1 Baslerin an einem schönen Sonntagmorgen im 
Car nach Zürich? 
Ist es das noch schönere Wetter? Ist es die schöne Stadt Zürich? Ist es das gute Essen? 
Nein, nichts von alle dem, es ist das Knabenschiessen auf dem Albisgüetli, das uns nach Zürich zieht. 
Baselland und Baselstadt sind in diesem Jahr die Gastkantone am traditionellen Anlass. 
Diese Einladung hat der SVRB sehr gerne angenommen und 30 Jungschützinnen und Jungschützen motiviert und eingeladen, an diesem einmaligen Erlebnis teilzunehmen. 
Als Interna kann ich auch verlauten lassen, dass es nicht lange gedauert hat, 6 Betreuer zu finden. 
So fuhr also der Sägesser Car Richtung Zürich zu unserem ersten Termin. Um 12:30Uhr sollten wir uns in der Nähe von Kloten zum Mittagessen einfinden. 
Motiviert, wie wir waren, vielleicht aber auch einfach, weil es keinen oder nur wenig Verkehr auf der Autobahn hatte, trafen wir rund eine Stunde zu früh ein. 
Alle, auch die Betreuer rieben sich die Augen und fragten sich, was nun, ist warten angesagt? 
Nein, natürlich nicht. 
Wir wurden bereits von Martina, Erika und Phil erwartet. Diese drei wunderbaren Personen waren unsere Betreuer für die kommenden 2 Tage. 
Sie führten uns zum Mittagessen und stellten sich selbst, aber auch das Knabenschiessen vor. 
Wir durften viel Neues und Spannendes über die Schützengesellschaft der Stadt Zürich und das Knabenschiessen erfahren. 
So zum Beispiel, dass das erste Knabenschiessen 1656 stattgefunden hat, und dass Mädchen seit 1991 teilnehmen dürfen, und dass die dazugehörige Chilbi die Grösste im Kanton Zürich ist (aber nicht grösser als die Basler Herbschtmäss). 
Nach dem Mittagessen fuhren wir mit dem Car in die Jugendherberge in der Stadt. Die Zimmer wurden aufgeteilt, und wir durften uns einrichten. 
Gleich darauf verschoben wir „endlich“ auf das Albisgüetli. 
Unglaublich, was wir da erleben durften, „Millionen“ von Besuchern, Hunderte Fahrgeschäfte, laute Musik von überall her und ein Gemisch aus Burgern, Würsten, Zuckerwatte, Glacé und vielem mehr erreichte unsere Nasen. 
Martina, Erika und Phil schafften es, uns alle zum Schiesstand zu führen, ohne dass jemand verloren ging. 
Wir durften den Schiessbetrieb und den Gabentempel besichtigen. Es ist wirklich beeindruckend, wie professionell alles organisiert und eingerichtet ist. Ein riesiges Aufgebot an freiwilligen Helfern ist nötig, um alles perfekt ablaufen zu lassen. 
Später durften unsere Jugendliche an die Chilbi. Vorher übereichte ihnen Martina aber noch Gutscheine für die Essen- und Getränkestände an der Chilbi. Ebenso auch Chips, mit welchen man bei den Fahrgeschäften bezahlen konnte. 
Wir waren ehrlich verblüfft von der Grosszügigkeit der Stadtschützen Zürich. 
Während sich die Jungmannschaft an der Chilbi vergnügte, hat Phil die Betreuer zum Scheibenstand geführt. Beeindruckend, vor allem der 300m lange Tunnel. 
Um 18:00Uhr trafen wir uns wieder alle zum gemeinsamen Abendessen im Albisgüetlisaal. Erste Erfahrungen und Erlebnisse wurden rege ausgetauscht, und man konnte auch beobachten, dass die Jungschützinnen und Jungschützen, die doch aus dem ganzen Kantonsgebiet kommen, aufeinander zugingen und sich als Team verstanden. 
Zum Essen gab es „Hörnli mit Ghacktem“, was gibt es Besseres? Unser Tag war perfekt!! 
Später ging es nochmals an die Chilbi, bis wir um 21:45Uhr zurück zur Jugendherberge gefahren sind. 
Wenn ich sage: „müde, aber glücklich“, so ist das sicherlich nicht falsch, die einen fielen sogleich ins Bett und schliefen den Schlaf der Gerechten, die anderen trafen sich noch auf ein Feierabendbier an der Bar. (Für die Jüngeren unter uns natürlich kein Bier, das möchte ich noch festhalten) 
Um 08:15Uhr am nächsten Morgen ging es zurück zum Albisgüetli. Von 09:00 bis 10:00Uhr hat man für uns Scheiben reserviert, so dass wir uns am normalen Betrieb vorbeischmuggeln durften. 
Nun trat doch bei der/dem Einen oder Anderen Nervosität auf. Da man das Sportgerät gestellt bekam, und man keine Probeschüsse hat, fragten sich wohl einige, wie das beginnen bzw. enden wird. 
Zum Glück gab es jeweils einen erfahrenen Betreuer, der geduldig und mit viel Engagement Hilfestellung leistete. 
Mehrheitlich wurden tolle Resultate erreicht. 
So zum Beispiel Jeremy Tschopp, er hat sensationelle 34 Punkte erzielt. Jeremy durfte mit seinem Resultat ebenfalls am Ausstich teilnehmen und erreichte den hervorragenden 11 Platz in der Gesamtrangliste. 
Alle weiteren Resultate können der Rangliste unter: www.knabenschiessen.ch/wettschiessen/ranglisten/2025/einzeln entnommen werden. 
Sicherlich waren nicht alle zufrieden mit der erbrachten Leistung, aber ich denke, dass ist bald vergessen und die 2 Tage am Knabenschiessen bleiben in sehr, sehr guter Erinnerung. 
Die Schützinnen und Schützen durften wieder an die Chilbi. Damit sie sich verpflegen konnten, hat ihnen Martina nochmals Essensgutscheine übergeben. 
Die Betreuer durften am grossen Festbankett im Albisgüetlisaal teilnehmen. 
In illustrer Gesellschaft genossen wir ein wunderbares Essen, hörten Ansprachen und Reden, und konnten der Ehrung des Schützenkönigs beiwohnen. 
Später stellten wir uns in Reih und Glied ein, um am Umzug mit dem Schützenkönig teilzunehmen. 
Um 17:45Uhr stiegen wir wieder in den Car, um die Rückreise anzutreten. 
An dieser Stelle möchte ich im Namen des SVRB Worte des Dankes aussprechen. 
Zuerst den Stadtschützen Zürich für die Einladung und Ihre Grosszügigkeit. 
Allen voran Martina, Erika und Phil, 3 Personen die unsere Wertschätzung verdienen. Sie haben für uns Ihre Freizeit geopfert und uns 2 Tage lang, ununterbrochen und mit grosser Geduld, betreut und geführt. 
Ihre Freundlichkeit und Herzlichkeit haben diese Reise, für uns alle, zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Dafür gebührt Ihnen ein supergrosses Dankeschön. 
Ein Lob geht auch an unsere Jungmannschaft, sie haben sich alle vorbildlich geführt und waren stets pünktlich und zuverlässig. 
Ein Dankeschön geht auch an den SVRB und natürlich an den Organisator René Meyer, welcher im Vorfeld alles aufgegleist hat. 
Mit kameradschaftlichen Grüssen 
Stefan Tschanz